Kaffee, ehrlich erzählt.
Hinter jeder Tasse steckt mehr als man denkt. Wir schreiben darüber.
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Wir wissen, woher unser Kaffee kommt – über Direct Trade und unsere Partner in Honduras
Angefangen hat es mit einem einzigen 69-Kilogramm-Sack. Einem Sack Rohkaffee von der Finca El Corintio in Honduras. Kein großes Konzept dahinter, keine Strategie – nur die Überzeugung, dass wir wissen wollen, woher unser Kaffee kommt. Heute sind es ein paar Säcke mehr. Und die Geschichte dahinter ist eine, die wir Ihnen gerne erzählen möchten. Was Direct Trade bedeutet Direct Trade heißt: kein anonymer Großhändler, keine undurchsichtige Lieferkette, kein Preisdumping auf Kosten der Bauern. Stattdessen eine direkte Beziehung zwischen Rösterei und Erzeuger – mit transparenten, fairen Preisen und gegenseitigem Vertrauen. Das ist eine Entscheidung, nicht nur ein Konzept. Denn der konventionelle Weg wäre einfacher: Rohkaffee über einen Importeur bestellen, Rechnung bezahlen, fertig. Aber dann wüssten wir nicht, wer unseren Kaffee anbaut. Wir wüssten nicht, ob die Ernte fair bezahlt wurde. Und wir könnten Ihnen keine Geschichte erzählen – weil wir selbst keine hätten. Meámbar: die Brücke nach Honduras Unser Partner für den Bezug von Rohkaffee aus Honduras ist Meámbar Premium Coffee. Das Unternehmen wurde als Familienprojekt gegründet, angetrieben von persönlicher Geschichte: Die Gründer wuchsen in den Bergen von Copán in Honduras auf, wo ihre Eltern eine kleine Kaffeeplantage besaßen. Ihr Vater verkaufte die Ernte wie die meisten Bauern damals an die nächste Kooperative – für minimale Vergütung. Diese Erfahrung wurde zur Grundlage für ein anderes Modell. Carola Larios leitet die Aktivitäten in Deutschland und übernimmt Import, Lagerung und Versand, während ihr Bruder Christian alle notwendigen Prozesse in Honduras betreut – von der Qualitätskontrolle bis zur persönlichen Beziehungspflege mit den Bauern. Was Meámbar von einem gewöhnlichen Importeur unterscheidet: Sie besuchen die Fincas regelmäßig, sind nah am Geschehen – und können diese Nähe an die Röstereien weitergeben. Don Manuel und die Finca El Corintio – unser Corintio Auf den Hügeln von Corintio, Santa Ana, in der Region La Paz in Honduras, bewirtschaften Don Manuel Portillo und sein Team die Finca El Corintio auf 1600 bis 1670 Metern über dem Meeresspiegel. Auf 16,5 Hektar wachsen sechs verschiedene Kaffeevarietäten zwischen schattenspendenden Zedern, Mango- und Zitronenbäumen. Es war dieser Kaffee, mit dem alles begann – jener erste 69-Kilogramm-Sack, der uns überzeugt hat, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Aufbereitung erfolgt vollständig in Handarbeit, kein Prozessschritt läuft maschinell. Don Manuel bringt es selbst auf den Punkt: „Wenn wir mit den Preisen arbeiten müssten, die an der New Yorker Börse gehandelt werden, würde das nur zu Lasten der Lebensbedingungen der Schwächsten gehen. Wir sind der Meinung, dass wir alle davon profitieren, wenn die Preise entlang der Wertschöpfungskette fair und gerecht sind." Genau deshalb kaufen wir nicht am Marktpreis ein. Wir kaufen dort, wo Qualität und faire Vergütung zusammenkommen. Unsere Sorte „Corintio“ trägt den Namen dieser Finca – bewusst und mit Überzeugung. Doña Celia – eine Frau, eine Finca, eine Überzeugung – unser „Gelber Catuai“ In ihrem Heimatdorf Dolores, El Cerrón, kennt sie jeder. Als Grundschullehrerin und Kaffeeproduzentin gilt Celia Argueta Perdomo als Respektsperson und Vorbild im ganzen Ort. Im Jahr 2000 erbte Doña Celia das Land auf 1600 bis 1620 Metern über dem Meeresspiegel von ihrem Vater. Nach dem Ende ihrer Ehe fand sie sich als alleinerziehende Mutter zweier Kleinkinder wieder – mit einer Anstellung als Lehrerin und einer aufwachsenden Kaffeeproduktion. Sie ließ sich nicht ausbremsen: Sie bildete sich weiter, lernte mit natürlichen Nährstoffen umzugehen und baute sich über Jahrzehnte einen fundierten Wissensschatz auf. Jedes Saatgut, jede Ernte trug sie eigenhändig zur Finca – die bis vor Kurzem nur zu Fuß oder auf Pferderücken erreichbar war. Ihre Ernte der Saison 22/23 erhielt ein SCA-Rating von 85,5 Punkten – eine Auszeichnung als Specialty Coffee, die sie sich über zwei Jahrzehnte hart erarbeitet hat. Unsere Sorte “Gelber Catuai“ trägt ihre Handschrift. Wenn Sie sie in Ihrer Tasse haben, trinken Sie den Kaffee dieser Frau. Was das für Sie bedeutet Wenn Sie bei LeNoKo unseren „Corintio", den „Gelben Catuai" oder auch unseren Espresso „Mayas Rheingold" bestellen – der zu 80% aus dem Corintio besteht – wissen wir, auf welcher Finca der Kaffee gewachsen ist, auf welcher Höhe, bei welchem Farmer. Irgendwann werden wir diese Fincas sicher auch mal besuchen und noch mehr über die Menschen hinter unserem Kaffee erfahren. Bis dahin widmen wir uns dem Rösten dieses Kaffees – und sind dankbar für jeden von Ihnen, der die Mühen hinter einer guten Tasse zu schätzen weiß. Mehr über unsere Partner aus Honduras erfahren Sie unter meambar.com.
02. June 2026
Frisch geröstet, nur für Sie – was Roast-to-Order wirklich bedeutet
Wenn Sie bei LeNoKo eine Bestellung aufgeben, passiert etwas, das im Supermarkt undenkbar wäre: Ihr Kaffee existiert in diesem Moment noch gar nicht. Erst wenn Ihre Bestellung eingeht, beginnen wir zu rösten. Der Rohkaffee – grüne Bohnen, die monatelang geduldig auf ihren Einsatz warten – kommt erst dann in den Röster. Was bei Ihnen ankommt, ist maximal wenige Tage alt. Kein Lager, kein langer Weg als fertige Ware, kein stilles Veralten im Regal. Warum macht das einen Unterschied? Röstkaffee ist lebendig. Direkt nach dem Rösten gibt er noch CO₂ ab, Aromen runden sich ab, der Charakter der Bohne entfaltet sich langsam. Nach etwa einer bis zwei Wochen ist er auf seinem Höhepunkt – und genau in diesem Fenster sollte er idealerweise bei Ihnen ankommen. Was im Supermarkt als „frisch" deklariert ist, kann legal noch Monate im Regal stehen. Das ist keine Kritik, sondern einfach die Realität eines anderen Systems. Bei Roast-to-Order ist das anders: Wir rösten, packen ein, und los geht's. Sie entscheiden, wann der Moment kommt Das Schöne daran: Sie haben die Kontrolle. Die Tüte kommt frisch bei Ihnen an – und Sie bestimmen, wann Sie sie öffnen. Ob sofort, nach ein paar Tagen Ruhezeit oder als kleine Reserve für den richtigen Morgen: Der Kaffee hat auf Sie gewartet, nicht umgekehrt. Das ist ein Gefühl, das wir mit jeder Bestellung weitergeben möchten. Was das für uns bedeutet Es ist ehrlich gesagt nicht der einfachste Weg. Wir können nichts auf Vorrat produzieren, nichts automatisieren, keinen großen Puffer anlegen. Jede Bestellung ist eine eigene Röstung. Aber genau das ist uns wichtig. Kaffee ist kein Massenprodukt, und wir möchten, dass man das schmeckt. Wenn Ihre Tüte bei Ihnen ankommt, wissen wir genau, wann wir geröstet haben. Und das macht uns jedes Mal ein kleines bisschen stolz.
15. May 2026