Vor kurzem waren wir in Panama. Wir haben keine Finca besucht, keinen Farmer getroffen, keine Ernte gesehen. Wir waren einfach da im Familienurlaub. Es hat uns wahnsinnig gut gefallen, die großartige Natur, die vielen Tiere, aber auch die Großstadt Panama City.
Panama City ist groß, heiß und beeindruckend. Neben den modernen Hochhäusern gibt es das alte Kolonialviertel Casco Viejo direkt am Wasser. Hier gibt es tolle Cafés, die die Geschichte des Kaffees aus Panama erzählen.
Was Panama mit Kaffee verbindet
Panama ist flächenmäßig klein – kaffeemäßig aber durchaus groß. Das liegt vor allem an den Hochlagen rund um Boquete in der Provinz Chiriquí, auf über 1.400 Metern, zwischen Vulkanasche und Nebelwäldern. Die Bedingungen sind nahezu perfekt: kühle Nächte, warme Tage, mineralreicher Vulkanboden. Der Kaffee wächst langsam – und genau das gibt ihm seine Komplexität.
Die Geisha – eine Legende in der Tasse
Wenn man über Panama-Kaffee spricht, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Geisha. Ursprünglich aus Äthiopien stammend – aus der Region Gesha, die dem Kaffee seinen Namen gab – wurde die Sorte in den 1950er Jahren nach Mittelamerika gebracht. Jahrzehntelang fristete sie ein Schattendasein, bis die Hacienda La Esmeralda in Boquete 2004 einen Geisha bei einem Wettbewerb einreichte. Die Jury war verblüfft: blumige Aromen, Jasmin, Bergamotte, Pfirsich, eine Leichtigkeit die man von Kaffee nicht kannte. Seitdem gilt Geisha aus Panama als Referenzprodukt unter Kaffeekennern. Auktionspreise von mehreren hundert Dollar pro Pfund sind keine Seltenheit.
Einen Panama Geisha gibt es bei uns (noch) nicht im Sortiment. Aber die Geschichte ist jetzt aufgeschrieben. Und wer weiß was daraus noch wird.